SC Zwiesel v. 1919 e.V.
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SC Zwiesel  vs.  TSV Regen   4 : 2   (2 : 0)


Aufstellung


 
M. Svehla
('90 F. Bendinelli)
M. Niedermeier
 
M. Strajt T. Ehrenthaler
A. Geiß E. Reißner
       
M. Schubert O. Parry
M. Timm P. Scheuenpflug
       
T. Wittmann

Spielstatistik

Tore

Oliver Parry, Marcus Timm, Martin Svehla, Matthias Niedermeier

Torfolge

1:0 (21.min) - Oliver Parry
2:0 (45.min) - Matthias Niedermeier
2:1 (63.min) - TSV Regen
2:2 (74.min) - TSV Regen
3:2 (87.min) - Marcus Timm
4:2 (90.min) - Martin Svehla

450 Zuschauer sehen Zwieseler Derbysieg

Spielbericht vom Michael Kramhöller, PNP.

Ein paar Minuten lang sah es ganz danach, als sollte das zweite Landkreisderby der Bezirksliga Ost für den SC Zwiesel genau so verlaufen wie das erste vor vier Wochen in Prackenbach. Gegen den TSV Regen lag der Aufsteiger wiederum mit 2:0 in Front und musste dann den Ausgleich hinnehmen. Während der SC in Prackenbach mit 2:4 den Kürzeren gezogen hatte, schlugen die Glasstädter am Freitagabend im heimischen Jahnstadion in der Endphase noch zweimal zu und durften somit einen 4:2-Erfolg bejubeln.

Die gut 450 zahlenden Zuschauer, die sich dieses ewig-junge Duell nicht entgehen lassen wollten, brauchten trotz mehrerer Regenschauer ihr Kommen nicht zu bereuen. Unter Flutlicht ging ein flottes und rassiges Derby in Szene, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten und in dem es zahlreiche Strafraumaktionen gab. Die erste halbe Stunde stand ganz im Zeichen der Gastgeber, erst danach investierte Regen mehr in die Offensive, fing sich aber kurz vor dem Pausenpfiff den zweiten SC-Treffer ein. Nach Seitenwechsel riss der TSV das Ruder an sich, ging resoluter und zielstrebiger zur Sache und machte den Rückstand wett. Kurzzeitig drohte das Derby zu kippen, aber dann lief alles auf ein Unentschieden hinaus. Die ersten Zuschauer wollten gerade das Stadion verlassen, da glückte Zwiesel das 3:2. Und in der Schlussminute machte der Gastgeber gegen aufgerückte Regener mit dem 4:2 den Sack endgültig zu.

Zwiesel begann couragiert, während Regen zunächst abwartend agierte. Bis zum Führungstreffer verbuchte der SC vier Möglichkeiten. Die erste durch Martin Svehla, dem auffälligsten Zwieseler in der ersten Hälfte, der eine Flanke mit der Brust annahm, aber den Schrägschuss vorbei setzte (6.). Dann wurde Michal Strajt im letzten Moment am Torschuss gehindert (8.). Beim nächsten Angriff der Hausherren zog Tobias Ehrenthaler aus 25 Metern ab, TSV-Schlussmann Florian Bielmeier konnte auf regennassem Rasen den Flachschuss nicht festhalten, doch für Matthias Niedermeier war der Winkel zu spitz geworden. Schließlich schlug Svehla einen 30-m-Klassepass auf Landsmann Strajt, doch dessen Heber wurde von einem TSVler über den Querbalken gelenkt. Die daraus resultierende Ecke brachte das 1:0: Oliver Parry stieg hoch, sein Kopfball wäre wohl am TSV-Gehäuse vorbei geflogen, der neben dem Pfosten stehende Patrick Mühl wollte per Kopf klären, beförderte aber den Ball ins eigene Tor (19.).

Erst nach dem Rückstand tat der TSV etwas für das Spiel nach vorne, beim ersten Torschuss zielte Daniel Völkl um einen halben Meter vorbei (24.). Nach einer halben Stunde brachte Fabian Augustin, der nach einem kurzen Intermezzo beim SC wieder nach Regen zurückgekehrt ist, den Ball vor das heimische Gehäuse, doch der heran rauschende Thomas Kißlinger verpasste um Zentimeter (30.). Im nun ausgeglichenen Derby setzte Augustin auch das nächste Ausrufezeichen. Nach Steilpass in den Strafraum zog er aus 12 Metern ab, doch sein Flachschuss klatschte an den Pfosten. Als alle auf den Halbzeitpfiff warteten, markierte der SC noch den zweiten Treffer. Regens Kapitän Siegi Oswald schaffte es zweimal nicht, im Bodenkampf die Situation zu bereinigen, der nachsetzende Niedermeier nahm schließlich aus 16 Metern Maß und zirkelte das Spielgerät zum 2:0 ins lange Eck (45.).

Nach Seitenwechsel nahm Regen das Heft mehr und mehr in die Hand. Einen Drehschuss von Marco Rödl parierte SC-Torhüter Tobias Wittmann, bei einem Zwieseler Konter drosch Niedermeier den Ball drüber. Nach der besten Kombination der Gäste war der Anschlusstreffer fällig. Tschechien-Legionär Zdenek Becka schaltete sich am Flügel ins Angriffsspiel ein und seine Maßflanke köpfte Tobias Pointinger aus acht Metern unbedrängt zum 2:1 (63.) in die Maschen. Zwiesel wurde nun in die Defensive gedrängt. Einen 18-m-Freistoß lenkte TM Wittmann über sein Gehäuse, wobei der Ball noch den Querbalken streifte. Nach der folgenden Ecke musste aber der Hausherren-Torwart die Kugel aus dem Netz holen. Becka besorgte mit einem schulmäßigen Kopfball aus 12 Metern den 2:2-Ausgleich (74.).

Regen witterte Morgenluft und verstärkte den Druck. Einen 25-m-Knaller von Völkl wehrte TM Wittmann mit Glanztat zur Ecke ab (80.). Danach hatte es den Anschein, als würden sich beide Rivalen mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Doch drei Minuten vor Ende blieb die nächste Unachtsamkeit der Gäste-Abwehr nicht ohne Folgen. Einen Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte der aufgerückte SC-Abwehrchef Marcus Timm zum 3:2 ins Regener Tor (87.). Der TSV warf danach alles nach vorne und wurde ausgekontert. Nach einem Zwieseler Befreiungsschlag hatte Svehla ab der Mittellinie freie Bahn und schloss mit platziertem Flachschuss ins lange Eck zum 4:2 ab. Wenig später ertönte der Schlusspfiff von Schiedsrichter Roland Achatz (Arrach), der sich dem Spielniveau anpasste. Der Unparteiische leitete das umkämpfte, aber faire Derby großzügig, lag damit richtig und kam ohne eine einzige gelbe Karte aus.

Trainerstimmen:
Thomas Seidl (SC Zwiesel): „Wir haben ein hochklassiges Derby gesehen. Meiner Meinung nach war unser Sieg verdient, weil wir uns mehr Tormöglichkeiten herausgespielt hatten. Die gesamte Mannschaft hat eine überzeugende Leistung abgeliefert und sich nach dem Regener Ausgleich mit toller Moral nochmals zurückgekämpft“.

Frantisek Sluka (TSV Regen): „Wir haben bei allen Gegentoren kräftig mitgeholfen. In der ersten Hälfte waren wir viel zu passiv. Nach der Pause haben wir uns vor allem spielerisch gesteigert, waren nach dem 2:2 eigentlich auf einem guten Weg, aber dann hat ein weiterer Abwehrfehler die Partie zu Gunsten von Zwiesel entschieden“.

Durch den Derbytriumph kletterte Zwiesel vom 14. auf den 11. Platz. Der SC kann im Nachholspiel beim SV Hutthurm am morgigen Dienstag (19.30 Uhr) weiteren Boden gut machen. Regen rutschte durch die Niederlage ins Tabellenmittelfeld ab, der TSV muss am kommenden Samstag (15 Uhr) gegen den FC Tittling wieder seine Heimstärke in die Waagschale werfen


Quelle: PNP
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